Musikproduktion und Vertrieb via Crowdfunding
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Beschreibung
Diskussion begonnen von Sven Bredow , am 09 August 16:42

Das Herzstück der Firma wird die Online Plattform. Diese verfügt über eine Community mit den neusten Web 2.0 Elementen. Die User erhalten hier die Möglichkeit, sich als Artist oder als Fan-Investor zu registrieren.


Der registrierte Artist hat nun die Möglichkeit, ein Profil von sich mit Demo-Tapes und Videos online zu stellen und mit Hilfe eines Service-Mitarbeiters ein gewünschtes Projekt zu entwerfen. Dies kann z.B. die Produktion eines Albums oder die Veranstaltung eines Konzertes sein. Nachdem nun das benötigte Budget für die Umsetzung festgelegt wird, geht wird das Projekt freigeschaltet und geht in die nächste Phase.


Über das Online-Portal können sich jetzt die Fan-Investoren Anteile an dem Projekt sichern. Dies ist verbindlich, und der Investment-Prozess wird für eine limitierte Zeit stattfinden. Sollte der Zielbetrag nicht erreicht werden, werden die Investments an die Investoren zurückerstattet.


Das Marketing für das Investment übernimmt der Artist weitgehend selbstständig, indem er z.B. seine eigene Fan-Base mobilisiert.


Sobald das Projektziel erreicht ist, beginnt ddas Unternehmen mit der Produktion und dem Vertrieb. Hier ist es geplant, möglichst autonom handeln zu können, und u.a. auch ein eigenes Tonstudio zu betreiben.


Die Produktion läuft ausschließlich kostendeckend und möglichst transparent für alle Beteiligten. Mit Abschluss der Produktion wird der Vertrieb ebenfalls durch das Unternehmen übernommen und findet über die klassischen Vertriebswege in der Musikindustrie, sowie einen eigenen Online-Shop statt.


Die durch den Vertrieb erzielten Gewinne werden abzüglich einer Rücklage für Folgekosten (z.B. das Pressen neuer CDs bei großem Erfolg) wie folgt und wenn nicht vorher anders festgelegt ausgeschüttet:


 


Fan-Investoren (Anteilig) 50% - Artist 25% - Unternehmen 25%


 


Schon hier entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten:


- Die Artists erhalten einen höheren Anteil als bei konservativen Plattenverträgen. Außerdem ist es auch für kleine Künstler möglich, ein eventuell kommerziell riskantes Projekt umzusetzen.


- Die Fan-Investoren haben die Möglichkeit ihre Band direkt zu unterstützen, bei ihrem Projekt dabei zu sein und sogar finanziell dabei zu profitieren.


- Das Unternehmen geht bei der Produktion wiederum kein Risiko ein, da die Fan-Investitionen die variablen Kosten tragen. Trotzdem profitiert sie zusätzlich von Gewinnen der Projekte.


 


Um die Wertschöpfungskette noch zu erweitern ist zum einen geplant, einen eigenen Online-Musicstore zu gründen, um dort die eigenproduzierten Projekte zu vertreiben.


Außerdem ist ein Handelsplatz für Anteile unter den Fan-Investoren denkbar, was ein spekulieren um den Erfolg einzelner Künstler erlaubt und so langfristig durchaus ein für „Zocker“ interessantes Produkt darstellen könnte. Hier können auch zusätzlich Trading-Gebühren erhoben werden, um ein weiteres Standbein zu schaffen.


Durch das Schalten von Werbung auf der Online-Plattform sollte sich diese weitgehend selber finanzieren. Ein mögliches Ton-Studio würde sich durch die Produktionen tragen. So bleiben als Kostenfaktoren nur noch Mietkosten für Büroräume, das Marketing sowie das Personal. Während die Einnahmen einzelner Projekte langfristig laufen, da sich z.B. einige Alben über Jahre hinweg verkaufen, ist ein steigender Umsatz sichergestellt.


Da auch ein 'Flop' weitgehend kostendeckend ist, ist die Firma somit bei weitem nicht so stark auf 'Hits' angewiesen, wie die klassische Musikindustrie.


Die Firma hätte bei Erfolg ein starkes Expansionspotential. Zum einen ist das Geschäftskonzept leicht skalierbar und auf internationale Märkte ausdehnbar. Des weiteren lassen sich langfristig noch weitere Zweige in die Wertschöpfungskette einbauen, wie z.B. Merchandising oder Künstleragentur-Dienstleistungen.


Die Idee kam mir schon vor einiger Zeit und ich hab erst später von 'sellaband.com' gehört, die ja durchaus ein vergleichbares Konzept anbieten.


Durch die garantierten Gewinnanteilen an den Verkäufen und die professionelle Eigenproduktion kann sich das Projekt aber deutlich vom Wettbewerber abheben. Während die dort registrierten Bands sich entweder selber produzieren müssen oder wahlweise teure Experten 'einkaufen' müssen, würde bei uns alles ausschließlich kostendeckend übernommen. Somit kann auch eine deutlich tiefere Investmentsumme angesetzt und folglich leichter erreicht werden. Auf ein 'Erfolgshonorar' wie bei dem Wettbewerber wird auch verzichtet. Dafür wird ein Anteiliger Gewinn verlangt. Somit ist auch für das Unternehmen die Motivation da, möglichst erfolgreich mit den Investmentsummen zu wirtschaften.


Natürlich bin ich für jede Form von Ideen und Kritiken offen und suche auch vor allem auch Leute, die sich aktiv an dem Projekt betätigen wollen.

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Sven Bredow
Das eigene Studio ist sicher net billig. grob würde ich da so mit 100.000 Investment rechnen, natürlich billiger, wenn man zumindest die Räumlichkeiten mietet. Entsprechendes Personal ist ganz sicher nicht billig, da hste du recht, und das mit der Auslastung - gerade zu Beginn - ist natürlich durchaus ein Problem. Mab könnte natürlich das Studio in den freien Zeiten normal zur Buchung ausschreiben. So kann man eventuell die Kosten wieder auffangen.
Mit dem klein Anfangen - das stimmt prinzipell schon, aber solche Konzepte wie du beschrieben hast gibt es leider schon und ohne nen ordentliches Marketingbudget dagegen anzukommen wird nicht leicht.
Letzendlich wäres aber sicher eine gute Idee schonmal einen Prototyp der Seite zu bauen / bauen zu lassen. Wäre auf jeden Fall ne bessere Grundlage für Finanzierungsgespräche..
Freitag, den 12. August 2011 um 14:30 Uhr
 
emkai
Also ich schreib mein Zeug auch relativ fix runter.. ;p

Da du über keine Erfahrung im Bereich Musikvermarktung verfügst ist es für die Ausarbeitung vielleicht lohnenswerter (kleinen) Künstlern erstmal eine reine Präsentationsplattform zu bieten mit einem Anschluss an iTunes und den online Direktverkauf ihrer Musik. Vielleicht kannst du die Leute auch mit einer kostengünstigen Möglichkeit CDs auf Nachfrage professionell zu drucken locken. Also quasi so eine Art "myspace plus".

Es gibt zb. auf youtube immer mal wieder Talente die entdeckt werden, obwohl sie nur am 5 Euro Mikro am heimischen PC trällern. Wenn du da was gutes aufbereitest wo sich die Leute auch mit Amateueraufnahmen gut präsentieren können und das Gefühl haben ernstgenommen zu werden, dann findet das mit Sicherheit Anklang.

Sobald der Grundbau steht gilt es dann mit einer Plattenfirma oder einzelnen Leuten aus dem Business zusammenzuarbeiten, um das Konzept in die Richtung eines Vollservice mit Managing und Fanfinancing zu entwickeln.
Du kannst ja ein Konzept für den ersten Teil detailliert ausarbeiten und die Seite basteln und zusätzlich grob skizzieren, wie der Plattenstudioteil davon aussehen kann. Damit dann zu einem Experten gehen und fragen wie sowas aussehen muss, damits funktioniert.
Sobald du deren Antwort hast kannst du Teil 1 entsprechend anpassen und umsetzen. Findet das Modell Anklang, dann bietet sich eine Erweiterung zur Plattenfirma von selbst an. (denke ich;p)

Was ein eigenes Tonstudio angeht, da ist natürlich die große Frage wie viel so ein Ding kostet. Ich denk mal, Equipment und Fachpersonal werden teuer sein und wenn man so eine Einrichtung dauerhaft unterhält dann lohnt es sich nur, wenn es permanent belegt ist.
Wenn man aber pro Monat nur 1 Band drinne hat, dann ist es wohl besser, sich irgendwo einzumieten. Aber das ist blose Spekulation meinerseits..
Freitag, den 12. August 2011 um 12:48 Uhr
 
Sven Bredow
Vorerst wird sich das natürlich auf kleine Künstler beschränken.. Toll wären natürlich Kooperationen mit Casting Shows für Welche die nicht den ersten Platz bekommen, aber sowas steht natürlich vorerst in den Sternen.
Mit dem Erfahrenen Personal hast du voll und ganz recht. Insbesondere der CEO sollte einiges auf dem Kasten haben und ich würd mir das auch auch weiß Gott nicht zutrauen.
Die Servicemitarbeiter (war nen etwas falsches Wort) sind ja letzendlich ausführende Produzenten. Auch da muss man selbstverständlich auf erfahrenes/ausgebildetes Personal zurückgreifen. Wieviele Bands pro Produzenten ist natürlich relativ und abhängig von den Projekten und den Künstlern. Eventuell muss man da auch in Produktion und Vertrieb unterscheiden. Ich denke der Vertrieb kann das schon eine ganze Menge mehr betreuen, da man sich da nicht um jeden einzelnen Schritt der Produktion kümmern muss, was wie ich denke äußerst zeitaufwendig ist.

Die Verträge würden letzendlich nicht groß anders als bei normalen Plattenverträgen aussehen. Sprich: Die Verwertungsrechte liegen letzendlich bei dem Unternehmen. Dieses ist natürlich verpflichtet alles dafür zu tuen, dass sich das Album verkauft und die Gewinnanteile später wie vereinbart aufgeteilt werden. Wie genau das denn rechtlich aussieht muss man eh mit einem Anwalt klären.
Ich denke letzendlich treten die Investoren als stille Teilhaber auf.

Die räumliche Distanz ist hier denke ich nicht das große Problem.
Da das Unternehmen vorallem Produziert und die Bands ja noch ihr eigenes Managment haben (der Vertrag gillt ja nur für die einzelnen Projekte) sollte da auch die räumlich Trennung kein Problem sein.
Auch große Labels betreiben ihre eigenen Tonstudios und letzendlich ist es ja keine Weltreise. in Russland wär das wohl was anderes ;)
Somit entsteht auch keine Misswirtschaft. Das eigene Tonstudio wird intern für vorher abgesprochene Tage gebucht, die Musiker werden derweil lokal in einem Hotel untergebracht.
Gerade wegen der Misswirtschaft halte ich es für notwendig ein eigenes Tonstudio zu betreiben. So haben die Produzenten stehts die Kontrolle über die Ausgaben und man kann seine Verantwortung gegenüber den Investoren eher erfüllen.

Ein Exit durch die Bands ist erstmal nicht geplant. Vielmehr handelt es sich um einen mehr oder weniger klassischen Plattenvertrag, bei dem das Label die Verwertungsrechte besitzt. Der Musiker erhällt dann letzendlich nur noch seine Tantiemen.
Alles andere (sollte er wirklich aussteigen wollen) müsste dann vorerst individuell abgesprochen werden.
Wie gesagt, der Vertrag umfasst ja ausschließlich das am Anfang vereinbarte Projekt. Sollte eine Band also Erfolg haben und woanders weitere Alben produzieren wollen steht es ihnen frei.

Letzendlich ist es bisher nur eine grobe Idee, die ohne Experten aus dem Bereich - insbesondere im medienrechtlichen - Kaum umzusätzen wäre =)

Ich hab grad nur alles schnell runtergeschrieben, also verzeih irgendwelche dummen Formulierungen und rechtschreibfehler ;)
Mittwoch, den 10. August 2011 um 20:46 Uhr
 
emkai
Ich mag die Idee. Grundsätzlich macht das Sinn und ich bin mir sicher, dass sich da einige Garagenbands und Hobbytechnodesigner Interesse haben werden. Der wichtigste Punkt für den Erfolg des Geschäfts ist mE die Erfahrung im Geschäft. Man braucht also jemanden, der bereits im Musikgeschäft arbeitet und dort (positive) Erfahrungen gesammelt hat. Das betrifft den Umgang mit Künstlern der nicht immer einfach ist, die Kontakte in die Musikindustrie wo ja gefühlt alles abgekartet ist, bis hin zum Rechtegeflecht, das in der Musikindustrie ja etwas verworren ist, da viele Parteien beteiligt sind.

Die beschriebenen Servicemitarbeiter müssen auf dem Gebiet und in Sachen Management bewandert sein, da sie letztlich die Vollmacht von Seiten der Investoren haben weitreichende Ausgaben zu tätigen. Wie siehts rechtlich damit aus? Wie viele Bands pro Manager sind angedacht?

Des weiteren könnte die räumliche Distanz ein Problem sein. Wenn der Manager (und die Seitenbetreiber) in Berlin sitzen, der Künstler aber in Freiburg werkelt, dann birgt das die Gefahr, dass man aneinander vorbei wirtschaftet. Insb. wenn es größere Ausgaben gibt, etwa in Sachen Tonstudio, das ja lokal gemietet werden soll. (oder?)

Was ist die Exitstrategie, wenn eine Band Erfolg/Misserfolg hat und mittendrin aussteigen will, muss sie dann die Anteile von den Fans&der Webseite aufkaufen? Wie wird das dann bewertet? Ich vermute mindestens anfangs wird das nicht über den Bandbörsenplatz geregelt werden können..
Mittwoch, den 10. August 2011 um 17:37 Uhr