Selbstdarstellung aus professioneller Feder: Maßgeschneiderte Portraits
Schreibfaul? Literarisch untalentiert? Oder einfach interessiert am "externen Blick" aufs eigene Leben? Dann könnten die Dienste der Portraitschreiber-Werkstatt einen Blick wert sein. Besonders künftige Gründer, die auf eine professionelle Außen-darstellung angewiesen sind, sollten hier weiterlesen.
Auf portrait-schreiber.de bietest Du Dienstleistungen rund ums Schreiben an. Wie dürfen sich unsere Leser Dein Angebot vorstellen und welche Qualifikationen bringst Du mit?
Carsten Brinzing: Als Autor und Journalist bin ich geübt darin, Menschen auf lebendige und originelle Weise zu beschreiben. Diese Erfahrung kann ich nutzen, wenn Kunden bei mir geschriebene Portraits bestellen. Mein Angebot richtet sich vor allem an Unternehmer und Freiberufler, die sich und ihre Arbeit im Internet oder in Form einer Mappe darstellen wollen. Aber auch an Akademiker, die ihre Online-Bewerbung mit einem treffsicheren Portrait „aufpeppen“ möchten. Außerdem schreibe ich Mitarbeiter-Portraits für Firmen und für Menschen auf der Suche nach einem ganz besonderen Geschenk verfasse ich Portraits zu Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten, Jahrestagen oder Verabschiedungen von Kollegen.
Wie ist die Idee dazu entstanden?
Auf die Idee bin ich bei einem Seminar gekommen, das Marketing-Möglichkeiten im Web 2.0 behandelte. Ich wollte im Rahmen dieses Seminars eigentlich nach Wegen suchen, mein literarisches und journalistisches Schreiben besser zu „verkaufen“. Als ich mein Konzept präsentierte, fragte mich ein Teilnehmer, ob man bei mir auch Portraits bestellen könne. Ich fragte nach, was er damit meinte und bekam als Antwort: „Na ja, wenn meine Oma achtzig wird und ich nach einem Geschenk suche, kann ich dann bei dir ein Portrait von meiner Oma bestellen?“ Mir gefiel die Idee sofort, ich dachte ein, zwei Wochen lang darüber nach und beschloss, daraus ein Geschäftskonzept zu entwickeln.
Hast du bereits Aufträge umsetzen können und wie lief die Zusammenarbeit mit den Kunden?
Mein erster Auftrag war das Portrait eines Unternehmens-Beraters im IT-Bereich, der neben Informationen zu seinen fachlichen Qualifikationen etwas zu seiner Persönlichkeit, seinem Arbeitsstil und seinem Werdegang auf seine Homepage stellen wollte. Eben etwas Persönliches, Besonderes, das nicht nach 0815 klingt. Die Zusammenarbeit lief super. Er rief mich an einem Morgen an, schickte mir noch am Nachmittag Informationen zu seiner Arbeit. Am nächsten Tag trafen wir uns zu einem Gespräch. Ich schrieb einen Portrait-Entwurf, den ich ihm mailte. Ihm gefiel die Ich-Perspektive nicht, die ich gewählt hatte. Ich schrieb den Text um, am Abend war das Portrait fertig und einen Tag später stand es auf seiner Homepage.
Als Geisteswissenschaftler, so der Volksmund, sind die Berufsaussichten nicht rosig. War das einer der Gründe für Dich in Richtung Selbstständigkeit zu denken?
Die Berufsaussichten hängen meiner Meinung nach bei jedem Studium davon ab, was man aus dem macht, was einem die Universität bietet. Ich wusste ziemlich schnell, dass ich vom Schreiben leben wollte und habe über die Jahre mit vielen Möglichkeiten experimentiert, das umzusetzen. Ich habe mich für die Selbständigkeit entschieden, weil ich gemerkt habe, dass das für mich die einzige Möglichkeit ist, genau das zu machen, was ich machen möchte.
Arbeitest Du im Team und bist Du an Kooperationen interessiert oder nimmst Du „selbst“ und „ständig“ in der Selbstständigkeit lieber wörtlich?
Carsten Brinzing von portrait-schreiber.deWenn es um das Portraitschreiben an sich geht, arbeite ich allein, da ich meinen Blick auf Menschen und meinen Schreibstil als Teil meines „Markenzeichens“ sehe. Allerdings bin ich sehr wohl an Teamarbeit und Kooperationen interessiert, wenn es darum geht, einem Kunden ein Gesamtpaket anzubieten. Beispiel: Der Kunde bestellt bei mir ein Portrait, braucht für seinen Internet-Auftritt aber auch noch Webdesign, Fotos, vielleicht ein Video. Da bin ich sehr an Mitstreitern interessiert, die genau diese Komponenten liefern können. Spannend sind für mich vor allem Kooperations-Partner, die selbst schon Kontakt zu Kunden haben und jetzt noch einen Texter für die eben erstellte Homepage oder die frisch entworfene Mappe suchen. Das schafft die Möglichkeit, sich gegenseitig Kunden „zuzuschieben“.
Als zukünftige Gründer sind unsere Leser vor allem am Weg zum erfolgreichen Startup interessiert. Wie hast Du die ersten Schritte gemacht? Auf welche Schwierigkeiten bist Du gestoßen und was möchtest Du Neugründern an Hilfestellung mit auf den Weg geben?
Ich habe gleich in der ersten Woche, nachdem ich beschlossen hatte, mich selbständig zu machen, Informationen zur Existenzgründung eingeholt, beim Arbeitsamt und im Internet. Das hat meine damals noch ziemlich vagen Ideen und Pläne sehr schnell fokussiert. Dann habe ich mir eine Existenzgründer-Beratung gesucht und über einen Zeitraum von vier Monaten meine Zielrichtung immer weiter austariert, bis ich zum 1. Juni „loslegen“ konnte. Am schwersten ist mir bisher gefallen, damit umzugehen, wenn mir potentielle Kunden abspringen, vor allem, wenn es einige nacheinander sind. Da kommt schon mal das Gefühl auf: Bringt das überhaupt was? Interessiert das jemanden? Ich versuche dann, meine Erfahrung als Zeitungs-Promoter nutzen, die sagt: Von zwanzig Leuten, die du anquatschst, unterschreibt dir maximal einer. Und am Ende des Tages hast du dein Soll in der Regel doch erreicht. Deshalb mein Ratschlag (auch selbstsuggestiv gemeint!): Nicht das Ziel aus den Augen verlieren und nicht unterkriegen lassen!
Wer steckt hinter portrait-schreiber.de? Stell Dich doch bitte kurz und knackig vor. Wir freuen uns auf eine Portrait-Kostprobe.
Da habe ich jetzt genau das Problem, auf das ich mit meiner Portraitschreiber-Werkstatt abziele: Dass es nämlich extrem schwer ist, etwas Treffendes über sich selbst zu schreiben, das sich unterhaltsam liest. Ich versuche es mal mit „zehn Dingen, die ich über mich sagen will“:
Wir bedanken uns für das interessante Interview und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem Projekt.
